Was hilft bei Trauer?

Trost und Kraft im Wald finden

Der Verlust eines geliebten Menschen bringt Schmerz, Leere und oft tiefe Erschöpfung mit sich. Viele Betroffene fragen sich: Was hilft bei Trauer? Wie kann ich mit dem Verlust umgehen?

Eine bewährte und zugleich ganz natürliche Unterstützung kann die Natur sein. Wissenschaftliche Studien weltweit zeigen, dass Zeit in der Natur:

  • Stress reduzieren kann
  • das Immunsystem stärkt
  • depressive Verstimmungen lindern kann
  • bei psychischer Belastung und Erschöpfung unterstützend wirkt

In Japan ist das sogenannte „Waldbaden“ (Shinrin Yoku) fest etabliert. Dabei taucht man achtsam und mit allen Sinnen in die Atmosphäre des Waldes ein. Es geht nicht um Sport oder Leistung, sondern um bewusstes Wahrnehmen, Atmen und Sein. Und wir spüren es ganz instinktiv: Wald tut einfach gut! Er ist Balsam für Herz und Seele, ein Kraftort und Quelle der Selbstheilung! Der Wald schenkt Stille, Erdung und das Gefühl, so sein zu dürfen, wie man gerade ist. Für viele Menschen wird er so zu einem Ort der Selbstfürsorge und inneren Heilung.

Geh in den Wald, wenn der seelische oder physische Schmerz groß ist! Die Natur gibt sehr viel und verlangt nichts. Tauche in die Stille des Waldes ein, lasse dich ohne Ziel treiben. Hast du schon einmal einen Baum umarmt? Bist du schon einmal barfuß auf dem Waldboden gelaufen? Hast du schon einmal unter Bäumen meditiert?

Für viele Menschen kann der Wald ein heilsamer Ort sein: dort ist Platz für Trauer, die unterschiedlichsten Gefühle und Erinnerungen! Die Natur bietet die Chance, sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt und gibt das Gefühl, dass man so sein darf, wie man gerade ist.

Gehe achtsam bei deinen Waldbesuchen mit der Natur um! Pflanzen dürfen nicht beschädigt und Tiere nicht belästigt werden.

"Und in den Wald gehe ich, um meinen Verstand zu verlieren und meine Seele zu finden."

John Muir, schottisch-US-amerikanischer Universalgelehrter 1838 - 1914